Beim scannen paar älterer Negative viel mir u.a. diese Aufnahme in die Hände, die ich nicht so recht zu ordnen kann. Meine Vermutung lasse ich jetzt im Hintergrund, um keinen bei seiner Meinung zu beeinflussen.
Thalheim denke ich eher nicht, weil das im Vordergrund ein Lokschuppen mit Rauchabzug ist. Aber Schlettau? Ich erinnere mich da nur an die hellgrauen hohen Teile. Können aber auch noch deren Vorgänger sein.
Schlettau passt nicht, schon wegen den Ausfahrsignalen links, die gibts dort ja erst seit 2009 und diese Aufnahme ist "etwas" älter ;) Ich glaube nicht so richtig, dass das im Vordergrund ein Lokschuppen ist, vom Baustil her doch eher ein Fabrikgebäude.
Für Thalheim ist das auch zu weitläufig alles. Das hölzerne Gebäude links wirkt irgendwie schmalspurig. Also vielleicht ein Spurwechselbahnhof?
Die 86er hat noch die kurze Aussparung am Wasserkasten... Erzgebirge würde ich mal ausschließen.
Von der Glasfassade herdenke ich schon das es ein Lokschuppen ist. Ich schätze mal das Bild ist so in den 70er entstanden. Das land im Hintergrund ist etwas hügelig, das heißt es ist auchnicht im Flachland aufgenommen. Auf jeden Fall wir dieser Bahnhof an einer Nebenstrecke liegen. Die Idee Schmalspurwechselbahnhof ist gut, aber es sind weder Schmalspurwaggons noch eine Rollbockanlage zu sehen. Vielleicht ein Bahnhof einer mittelsächsischen Nebenbahn (Chemnitztalbahn oder etwas um Rochlitz).
Gauf Heiko, das Foto ist in Hohenstein-Ernstthal entstanden, Ausfahrt Ri St. Egidien. Im Hintergrund sind Anlagen der Sächsischen Überlandbahn Gesellschaft (Meterspur) zu erkennen. Im Vordergrund handelt es sich um ein Fabrikgebäude ohne Eisenbahnbezug. Viele Grüße aus Zwicke
Ausfahrt Ri St. Egidien. ------------------------------
Das kann nicht stimmen.Wenn schon,dann geht der Blick hier Richtung Oberlungwitz,also steht die 86er Richtung DC.Das könnte dann hinkommen von der Landschaft her gesehen.
Ich glaube ihr meint das Gleiche. Russpeter meint, der Betrachter blickt geradeaus in Richtung Oberlungwitz und die Lok steht mit der Rauchkammer in Richtung Chemnitz. Es ist aber auch, wie lokpaul meint, der westliche Bahnhofskopf in Richtung St. Egidien. Toll, hätte ich nicht erkannt.
von deiner Aufnahme mit der 86er inspiriert, habe ich mich heute mal auf dem Weg gemacht, um als Ergänzung zum Beitrag noch ein Vergleichsbild mit Stand 13.10.14 beizusteuern.
Sollten die Objekte auf dem Güterbahnhof tatsächlich noch der Überlandbahn zuzuordnen sein, müsste das Bild vor März 1960 entstanden sein. Denn im März 1960 wurde der Betrieb auf der Überlandbahn eingestellt. Die Fahrleitungsmasten sind noch zu erkennen. Der Abbau der Gleisanlagen der Überlandbahn erfolgte auf Grund der Mangelwirtschaft relativ schnell. Schienen wurden u.a. als Träger beim Garagenbau in den AWG-Siedlungen der Stadt Hohenstein-Ernstthal genutzt. Das auf dem historischen Bild zu erkennende Gebäude im Vordergrund, wurde um die Jahrtausendwende endgültig abgetragen und die Fläche liegt seither brach. Dieser einstmals umfangreicher Gebäudekomplex gehörte zum ehemaligen IFA-Ingenieurbetrieb Abt. Hohenstein-Ernstthal. Heute ist auf einer Teilfläche noch ein NETTO-Markt zu finden und das ehemalige Verwaltungsgebäude wurde noch lange Zeit vom Landkreis genutzt.
Zitat: Rückkehr der Straßenbahn Verschollen geglaubter Wagen der Bahn zwischen Oelsnitz und Hohenstein-Ernstthal war eine Gartenlaube
Zwischen 1928 und 1960 pendelte zwischen Oelsnitz und Hohenstein-Ernstthal eine legendäre Überlandbahn. Sie brachte die Bergleute zu den Schächten und die Hausfrauen zum Einkauf. Bisher galt als Tatsache, dass von der Straßenbahn, die einst zwischen den beiden westsächsischen Städten fuhr, nur eine Turmlore für Wartungsarbeiten an der E-Leitung erhalten ist. Diese steht seit 2009 als Denkmal auf dem Bahnhofsvorplatz in Hohenstein-Ernstthal. Doch jetzt hat das Bergbaumuseum Oelsnitz einen der Original-Beiwagen ausfindig gemacht, die bisher als zerstört galten.
Durch einen Hinweis von Buchautor Jens Karkuschke wurde der Vorsitzende des Fördervereines des Oelsnitzer Bergbaumuseums, Heino Neuber, auf eine Ungereimtheit in einem 2003 über die Straßenbahn erschienenen Buch aufmerksam. Einerseits steht dort geschrieben, dass die Beiwagen aus Oelsnitz verschrottet wurden. Andererseits wird darauf hingewiesen, dass einer der Beiwagen in einen Kleingarten in Görlitz gekommen ist. Durch intensive Nachforschungen stieß Neuber auf den Waggonbesitzer.
Dieser hatte ihn zu einer Gartenlaube umfunktioniert. Mit einer vorgesetzten Mauer und einem Dach war der historische Wagen so verkleidet worden, dass auf den ersten Blick niemand auf die Idee gekommen wäre, darunter ein solches Kleinod zu vermuten.
In einer aufwendigen Aktion wurde der Waggon mittlerweile freigelegt und nach Oelsnitz transportiert. Frühestens ab kommendem Jahr soll er restauriert werden.