Weiß jemand, was heute Abend beim RE3 los war? Zunächst war von einer Streckensperrung Mehltheuer-Plauen die Rede. Mittlerweile waren und sind aber mehrere Züge auf der gesamten KBS510 stark verspätet unterwegs. Sind das alles noch Nachwehen der Streckensperrung oder ist da noch was gewesen?
Na Prost, Mahlzeit!!! Und Übrigens: Wie lange gibt es jetzt die Baureihe 440 und wie lange die Baureihe 1440? Wie kann es da Probleme mit den Radreifen geben? Hat man den Zulieferer gewechselt? Bei der viele Jahrzehnte verlässlichen 143er gibt es plötzlich auch gravierende Probleme mit den Radreifen. Wie hat die Eisenbahn nur zuvor Jahrhunderte lang funktioniert, muß ich mal ganz überspitzt fragen.
Demnach sind von den 29 vorhandenen Triebwagen derzeit 13 Stück außer Betrieb, es verbleiben also nach Adam Ries 16 Stück für den Betrieb. Benötigt werden m.W. ohne die Verstärkerzüge 7 Stück auf dem RE3, 5 Stück auf der RB30 und 4 Stück auf der RB45. Das macht, wiederum nach Adam Ries, genau 16 Stück. Also keine Reserve mehr. Da kann man natürlich darauf warten, daß es zu weiteren Ausfällen kommt.
Hallo Andreas in den letzten Jahrhunderten ist die Eisenbahn nicht so permanent wie heute hohe Geschwindigkeiten gefahren,und die Radreifen wurden nicht so wärmebelastet wie heute,für mich eine logische Angelegenheit da diese ja aufgezogen (aufgeschrumpft) werden . Anhand von Fahrten zwischen Leipzig und Plauen und umgekehrt wurden Geschwindigkeiten um die 100 kmh nur zwischen Altenburg und Markkleeberg erreicht,was mir als Bub von 5 und 8 Jahren ja immer Freude bereitete, das Rauschen und die 30 Meter Schienenstösse sie bleiben immer im Gedächtnis,übrigens gibt es sie noch zwischen.Asch und Franzensbad.es lohnt sich deswegen einmal auf dieser Strecke zu fahren.
Zitat von Andreas M. im Beitrag #1Demnach sind von den 29 vorhandenen Triebwagen derzeit 13 Stück außer Betrieb, es verbleiben also nach Adam Ries 16 Stück für den Betrieb. Benötigt werden m.W. ohne die Verstärkerzüge 7 Stück auf dem RE3, 5 Stück auf der RB30 und 4 Stück auf der RB45. Das macht, wiederum nach Adam Ries, genau 16 Stück. Also keine Reserve mehr. Da kann man natürlich darauf warten, daß es zu weiteren Ausfällen kommt.
Hallo,
mittlerweile ist der 17. Triebwagen wieder unterwegs. Ob dieser als Reserve dient oder in die Umläufe mit eingebracht ist weiß ich leider nicht.
Heute Vormittag bin ich mit einem Dreiteiler von Hof nach Plauen gefahren. Es gab sogar noch ein paar freie Plätze. Das dürfte sich spätestens ab Zwickau dann deutlich geändert haben. Auch der Gegenzug war ein Dreiteiler. Da bereits ab Hof die Toilette defekt war, stiegen in Plauen schon die ersten Reisenden aus, um eine einstündige Toilettenpause einzulegen.
Am Nachmittag fiel dann ein RE nach Hof ganz aus, die Reisenden wurden auf den Zug eine Stunde später verwiesen. Seitdem macht man in Hof Kurzwende, was natürlich nicht ohne Verspätung geht. Auch auf der RB30 gab es heute vereinzelt spontane Zugausfälle laut RIS.
Kurz gesagt: Die derzeitige Situation ist ziemlich problematisch, zumal die Reisenden bisher im Unwissen bleiben, welche Züge denn ausfallen oder stark verspätet sind. Bisher wurde m.W. noch kein Notfahrplan veröffentlicht, obwohl die verfügbare Fahrzeugzahl offensichtlich zu knapp ist. Man kann nur hoffen, daß VMS und Hersteller die fehlenden Fahrzeuge möglichst bald wieder alle zum Laufen kriegen. Immerhin wollte der VMS mit dem Modell der direkten Wartung durch den Hersteller ja bessere Qualität bieten als in der Vergangenheit. Davon ist bisher noch wenig zu sehen.
Und woher weiß ich nun rechtzeitig, ob mein Zug ausfällt, stark verspätet ist und ob es SEV gibt? Auf der MRB-Homepage erschienen bisher nur Einzelmeldungen, wenn es schon zu spät ist. Und laut der Presseartikel sollte der RE3 eigentlich gar nicht betroffen sein, dennoch kam es heute auch hier zu Ausfällen und hohen Verspätungen.
Zitat von tt-bahner im Beitrag #11Ach herrje ! Was waren das doch schöne Zeiten als die Züge pünktlich oder überhaupt fuhren.
Ja. Vor einem Jahr habe ich mich noch über so lapidare Dinge beklagt wie, daß ein 612er statt einer 143er+Dosto fuhr. Der VMS und seine Vertragspartner zeigen daher jetzt mal, was richtige Probleme sind. Waren die neuen 1440 bisher weitgehend zuverlässig, so kommt das Unheil nun leider mit überraschender Wucht. Jetzt könnte man die 612er wieder gebrauchen.
Die im Bild gezeigten 143er kämpfen zwar auch gerade mit Problemen der Radreifen. Aber da gibt es halt doch ein paar Reserven mehr, die man überregional mobilisieren kann. Die kleinteilige Ausschreibung von Netzen mit genau darauf zugeschnittenen und sehr knapp ausgelegten Fahrzeugbeständen erweist sich immer wieder als anfällig, wenn es technische Probleme gibt.
Und selbst wenn die MRB gar nichts für die Probleme der ihr vom VMS zur Verfügung gestellten Fahrzeuge kann: Informieren sollte sie schon können, und die derzeitige Informationslage ist m.E. unterirdisch. Es stand vorhin noch nicht mal eine Meldung auf der Homepage, daß es generelle Probleme gibt, geschweige denn eine Aussage, was denn morgen früh fährt oder nicht fährt. Heute Nachmittag hatten die meisten RE in DP Verspätungen von 30 bis 60 Minuten. Auf der Homepage sah es dagegen die meiste Zeit so aus, als sei alles in Ordnung. Nur ganz vereinzelte Ausfallmeldungen gab es noch. So geht es nicht !!!
Was meiner Meinung nach auch noch zu Verspätung führt, das die Triebwagen der BR 1440 aktuell wohl nicht mit der höchst möglichen Geschwindigkeit fahren. Heute in Plauen mit + 10 min los gefahren, war es dann in Reichenbach ca + 15 min und in Zwickau +ca 20 min.
Zitat von Andreas M. im Beitrag #12Und selbst wenn die MRB gar nichts für die Probleme der ihr vom VMS zur Verfügung gestellten Fahrzeuge kann: Informieren sollte sie schon können, und die derzeitige Informationslage ist m.E. unterirdisch. Es stand vorhin noch nicht mal eine Meldung auf der Homepage, daß es generelle Probleme gibt ...
Mittlerweile gibt es die gewünschten Informationen zu den bestehenden Problemen auf der MRB-Homepage:
Zitat: "Technische Vorsichtsmaßnahme: [...] Wegen Flachstellen und „Ausbröckelungen“ an den Laufflächen der Radreifen musste fast die Hälfte der insgesamt 29 Elektrotriebzüge aus dem Fahrbetrieb genommen werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte der Hersteller, der auch für die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge zuständig ist, die Ursachen der Radreifenprobleme noch nicht ermitteln. Entsprechende Analysen werden derzeit mit Hochdruck durchgeführt. Zusätzlich zu den genannten Problemen treten teilweise auch Störungen in der Türsteuerung bedingt durch Feuchtigkeitseintritt auf. Auch hier ist die Firma ATD aktuell dabei, die Ursachen zu ermitteln. Zur Zeit sind nur circa zehn Fahrzeuge der Flotte einsatzfähig. Die Firma ATD arbeitet im Moment im 3-Schicht-System im neuen Eisenbahnbetriebshof im Vorfeld des Chemnitzer Hauptbahnhofes an der Analyse und der Schadensbehebung. Bis zum 10. Dezember 2016 wird hierfür ergänzend der Eisenbahnbetriebshof der DB Regio AG in Dresden-Altstadt genutzt. [...]
Mit den aktuell verfügbaren Elektrotriebzügen kann die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) als Betreiber des Elektronetzes Mittelsachsen den regulären Fahrplanbetrieb nicht aufrecht erhalten." (Zitat Ende)
Sicherheit bei der Bahn ist natürlich ein hohes Gut, aber manchmal habe ich in den letzten Jahren auch den Eindruck, daß man mittlerweile etwas überreagiert. Da spielen m.E. auch das EBA und die rechtlichen Gegebenheiten eine bedeutende Rolle. Hätte man zu Bundes- und Reichsbahnzeiten wirklich bei solchen Auffälligkeiten auch vorsorglich komplette Fahrzeugflotten außer Betrieb genommen? Oder hätte man die notwendige Überprüfung nicht eher schrittweise im Hintergrund laufen lassen und den Betrieb aufrechterhalten? Ich kann es nicht beurteilen.
Subjektiv bleibt aber der Eindruck, daß die Bahn hierzulande immer mehr zur "Schönwetterbahn" wird, die nur fährt, wenn jedes rechtliche Rest-Risiko für EBA und die Betreiber ausgeschlossen werden kann. Erst vor kurzem gab es das z.B. bei den RS1 in großem Stil in Oberfranken. Anderes prominentes Beispiel: Bei der NOB wurde mal eben von einem Tag zum anderen die Außerbetriebnahme des kompletten Fuhrparks von 90 Waggons angeordnet, weil Risse in einigen Kupplungen festgestellt wurden. Nun fuhren diese Waggons ja seit vielen Jahren. Muß man sie dann wirklich alle auf einen Schlag außer Betrieb nehmen?
Daß das Material heute von Zulieferern zum Diskountpreis - und offenbar entsprechenden Qualitätseinbussen - weltweit eingekauft wird, spielt sicher auch eine Rolle.
Schienenersatzverkehr mit Bussen 05.12.16 ab 19:44 - 07.12.16 bis 23:59 RE 3 (Dresden – Hof) und RB30 (Dresden – Zwickau) am 06.12. -> 08.12.2016 Betroffene Linien:
die stündlichen Fahrten des RE3 und der RB30 können mit instand gesetzten Coradia Continental Fahrzeugen sowie einer geliehenen Fahrzeugkomposition (Lokbespannt) der Preßnitztalbahn bedient werden. Die Verdichterzüge auf der RB30 (Chemnitz – Zwickau) fallen komplett aus und werden durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt.
Wir bitten Entschuldigung.
Ich bin schon auf die ersten Bilder dieser Ersatzkomposition gespannt.
Mal ne Idee - in Glauchau stand heute Nachmittag der Press-Museumszug (grüne Silberlinge und Halberstädter) mit ner blauen Press 145. Lok hing Richtung Dresden. Wenn das mal nicht unser neuer RE wird...
ZitatRE3 (Dresden – Hof) und RB30 (Dresden – Zwickau) Die stündlichen Fahrten des RE3 und der RB30 können mit instand gesetzten Coradia Continental Fahrzeugen sowie einer geliehenen Fahrzeugkomposition (Lokbespannt) der Preßnitztalbahn bedient werden. Die Verdichterzüge auf der RB30 (Chemnitz – Zwickau) fallen komplett aus und werden durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt.
Zitat von th76 im Beitrag #17Mal ne Idee - in Glauchau stand heute Nachmittag der Press-Museumszug (grüne Silberlinge und Halberstädter) mit ner blauen Press 145. Lok hing Richtung Dresden. Wenn das mal nicht unser neuer RE wird...
Hallo,
ja, das wird die Ersatzgarnitur !
Anstelle der ER20 und der MRB Wagengarnitur wird dieser Zug verkehren. Die Zeiten bleiben gleich !
Hier mal noch ein Bild vom Sonntag (04.12), als ebenfalls eine Ersatzgarnitur verkehrte ......