Mittlerweile sind Baufortschritte zu erkennen. Zumindest die Zufahrtsstrasse ist fortgeschritten. Abgeholzt scheint noch nichts zu sein. Das wird wohl erst, wenn die Strasse fertig ist. Hier ein paar Bilder von heute.
Die VBG erreicht in wenigen Metern den künftigen Hp Plauen-Mitte. Ob eine VBG den fertigen Hp jemals erreicht/durchfährt... ?
Übrigens, das Häuschen rechts (im obigen Bild) erfüllt wahrscheinlich alle Standards der DB im 21.Jahrhundert als Empfangsgebäude - zumindest abseits der ICE-Strecken.
Warum macht man nicht SEV zwischen Chrieschwitz und unterer Bf? Weil man in Chrieschwitz vielleicht ein Gleis zu Fuß überqueren müßte? Oder ist der Bf Chrieschwitz inzwischen in privater Hand?
Zitat von BR62 im Beitrag #4Warum macht man nicht SEV zwischen Chrieschwitz und unterer Bf? Weil man in Chrieschwitz vielleicht ein Gleis zu Fuß überqueren müßte?
Betrieblich gesehen bestehen die Streckenblockabhängigkeiten doch zwischen Barthmühle und Plauen Unterer Bf. und Chrieschwitz ist betrieblich nur ein Haltepunkt, oder täusche ich mich da? Wen dem so ist, dann scheidet Chrieschwitz als Endpunkt der Züge aus, oder man müßte von Barthmühle her vorübergehend einen Stichstreckenblock einrichten.
Genau so ist das. Chrieschwitz ist kein Bahnhof (mehr), somit können dort auch keine Züge enden. Als Provisorium wäre die technische Einrichtung als Endhaltepunkt mit Stichstreckenblock schon denkbar. Das nächste Problem ist aber der Zustand der Fußgängerbrücke, weshalb Chrieschwitz auch geschlossen wurde.
Es stellt sich hier eher die Frage, warum eine Sperrung von 6 Monaten erforderlich ist. Wäre nicht auch eine wesentlich kürzere Sperrpause möglich gewesen?
die Sache mit dem Haltepunkt Plauen-Mitte scheint mir von Anfang an suspekt. Dieses Projekt wird von Lokalpolitikern und Medien gelobt und als Jahrhundertbauwerk angepriesen: "Der Eisenbahnreisende stehe als Hauptprofiteur im Mittelpunkt und werde dann im Herzen der Stadt Anschluß in alle Richtungen finden" ...und so weiter... Wenn man sich aber vor Ort mal umguckt stellt man fest, dass die Vorteile wohl eher den Anliegern, wie zum Beispiel einem Nutzfahrzeugzentrum und einem Autohaus dienlich sind, welche durch diese vom Steuerzahler geförderte Baumaßnahme eine niegelnagelneue Straße direkt vor die Tür bekommen haben... Auch können durch den Brückenneubau dann LKW und Reisebusse ohne Höheneinschränkungen verkehren... Sollte der sächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister seine irrigen Pläne den SPNV im Vogtland betreffend durchsetzen, wird der Bau des Haltepunktes wohl stillschweigend ad acta gelegt werden - und die gepriesenen Vorteile für die Fahrgäste der Elstertalbahn werden in den Abgasen des gummibereiften Verkehrs verwehen...
Zitat von lokpaul im Beitrag #7Auch können durch den Brückenneubau dann LKW und Reisebusse ohne Höheneinschränkungen verkehren... Sollte der sächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister seine irrigen Pläne den SPNV im Vogtland betreffend durchsetzen, wird der Bau des Haltepunktes wohl stillschweigend ad acta gelegt werden
In diesem Fall bräuchte man aber auch keine neue Brücke mehr.
EIne Anmerkung zum Zeitraum der Strecken-Sperrung: Natürlich würde das auch wesentlich kürzer gehen. Ich verweise hier auf den Neubau der Schillerbrücke an der Lutherstraße: Hilfsbrücke bauen, Bahnstrecke auf die Hilfsbrücke verschwenken, Neubau erstellen, Bahnstrecke zurückverschwenken usw., alles möglich und die Sperrzeit der Bahn ließe sich bestenfalls auf zwei Wochenenden beschränken. Aber das wird keiner machen bei einer Bahnstrecke, die keinerlei Bedeutung im Gv mehr hat und wo für die Beförderung der Fahrgäste außerhalb der Hauptverkehrszeit oft auch ein VW-Bus ausreichen würde.
Zitat von Andreas M. im Beitrag #8[quote="lokpaul"|p3140823]Auch können durch den Brückenneubau dann LKW und Reisebusse ohne Höheneinschränkungen verkehren... Sollte der sächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister seine irrigen Pläne den SPNV im Vogtland betreffend durchsetzen, wird der Bau des Haltepunktes wohl stillschweigend ad acta gelegt werden
In diesem Fall bräuchte man aber auch keine neue Brücke mehr.
Anmerkung von lokpaul:
Der Brückenneubau ist optional und ein eigenständiges Projekt, unabhängig vom Bau des Haltepunkts.
Zu dem Foto kann man wohl Frau Liebner gratulieren. Mehr Schienenfahrzeuge auf dem Bild geht (fast) nicht. Und die neue Straba ist wohl auch schon drauf, oder täusche ich mich? Bleibt zu hoffen, daß das Geld gut investiert ist und nach Abschluß der Bauarbeiten dort auch noch so ein (Schienen-)Verkehr ist.
Damit fällt wohl nächstes Jahr der Elstertalexpress aus, wenn es von März bis November nur bis Plauen-Chrieschwitz geht. Hoffentlich werden dann die Bahnsteigdurchsagen "Plauen-Chrieschwitz, Plauen-Chrieschwitz. Dieser Zug endet hier" nicht so laut...
Also laut dem was ich mal gelernt habe und es sogar in der EBO steht, sind Haltepunkte Bahnanlagen der freien Strecke, wo Züge halten, beginnen und enden dürfen! Nur ist Chrieschwitz nur noch Ausweichanschlussstelle und keine Haltestelle (Hp+Awanst) mehr. Von daher ist ein Halt für Fahrgastwechsel nicht möglich. Als Gegenbeispiel spricht denke ich ganz einfach Klingenthal, da fuhren die Züge auch nicht einfach weiter, sondern endeten und begannen ohne weiteres. Und wenn alle Stricke reißen würden, wäre auch eine Sperrfahrt möglich (wie zur Anschlussbedienung).
Scheitern wird es daher "nur" an dem fehlenden Hp!!!
Gruß Martin
Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
Was nicht ist, kann noch werden. Chrieschwitz wird als Haltepunkt (oder auch Haltestelle) vorübergehend wieder eingerichtet und schon dürfen Züge dort beginnen und enden. Das Ganze aber nicht als Sperrfahrten, da nicht zugelassen.
Dein Gegenbeispiel mit Klingenthal verstehe ich nicht. Wann endeten oder begannen Züge in Klingenthal? Ist mir nicht bekannt.
Zitat von lokpaul im Beitrag #7Sollte der sächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister seine irrigen Pläne den SPNV im Vogtland betreffend durchsetzen, wird der Bau des Haltepunktes wohl stillschweigend ad acta gelegt werden
In diesem Fall bräuchte man aber auch keine neue Brücke mehr.
Anmerkung von lokpaul: Der Brückenneubau ist optional und ein eigenständiges Projekt, unabhängig vom Bau des Haltepunkts.
Wieso eigenständiges Projekt? Sowohl der Brückenneubau mit Anpassung der Stützwände als auch der Bau des Haltepunkts machen ja nur dann Sinn, wenn die Zukunft der Elstertalbahn langfristig gesichert ist. Insofern ist das im Artikel genannte Argument einer Anbindung an den ICE-Knoten Erfurt sehr interessant. Allerdings wären noch viele weitere Investitionen erforderlich, um die Elstertalbahn als Zubringer für den überregionalen Verkehr überhaupt wieder konkurrenzfähig zu machen.
mfg Andreas M.
PS: @Holger: Das Bild in dem FP-Artikel ist m.E. entweder ein Fake oder es entspricht von der Wahrscheinlichkeit her (derzeit noch) einem Lottogewinn. Daher wohl eher ersteres. ;-)
Hallo sachsenring_z, von der Inbetriebnahme des ESTW Falkenstein am 23.11.1997 bis zur Wiedereröffnung der Strecke nach Kraslice am 27.05.2000 verkehrten die Züge der VBG nur bis zum Hp Klingenthal. Der Abschnitt Zwotental - Klingenthal wurde als Awanst. mit Stichstreckenblock betrieben. Gruß Harald
Zitat von sachsenring_z im Beitrag #12Was nicht ist, kann noch werden. Chrieschwitz wird als Haltepunkt (oder auch Haltestelle) vorübergehend wieder eingerichtet und schon dürfen Züge dort beginnen und enden.
Klingt zwar in deinem Satz einfach, aber für die Fahrgastzahl und die kurze Dauer doch sehr unwahrscheinlich!
Zitat von sachsenring_z im Beitrag #12Das Ganze aber nicht als Sperrfahrten, da nicht zugelassen.
Kannst du das bitte mal genauer erklären, warum das nicht zugelassen wäre.
Zitat von sachsenring_z im Beitrag #12Dein Gegenbeispiel mit Klingenthal verstehe ich nicht. Wann endeten oder begannen Züge in Klingenthal? Ist mir nicht bekannt.
Und ich glaube, dass sogar noch nach der Eröffnung nicht alle Züge bis Kraslice fuhren. Oder unterliege ich einem Irrglauben?
Gruß Martin
Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.
Auch an Plauens neuem/künftigem Mega(teuren)-Verkehrsknoten hat sich was getan. Der Bahndamm stadtseitig wurde komplett bis hinter zur Moorstrasse abgeholzt. Ganz schön lang - naja, wenn da künftig vielleicht Reisezüge mit 10 oder mehr Waggons halten, muß der Bahnsteig entsprechend lang sein...
VT25 fährt gleich in den künftigen (Bereich des) Hp Plauen-Mitte ein Richtung Greiz.
Na, Jan, bei dem nach Fertigstellung zu erwartenden Pendler- und Touristenansturm auf Plauen wird der Servicepoint bestimmt bald um "Mitropa", Bahnhofskino, Wartesaal usw erweitert werden müssen.
Ich bin mal gespannt ob man dann die drei Zubringer Züge zum IC Gera - Dortmund ohne große Umsteigezeit hinbekommt. Der erste soll ja früh bei zeiten in G starten. Wenn die das dann nicht hinbekommen, dann stimme ich dem Radweg zu.
Gruß Andre
TATRA ALIVE IN SUMMIT TOWN PLAUEN ;-)))
Danke für Ihre Aufmerksamkeit- thanks for your attention!
Diese Strecke sollte bei der nächsten Ausschreibung (sofern es sie noch gibt) zusammen mit den Thüringern in deren Netz fallen und somit durchgehende Züge Cheb - Gera - Erfurt bzw. Leipzig ermöglichen. Die einzige Möglichkeit um mächtig gewaltig mehr Fahrgäste auf die Strecke zu bringen. Potential hätte sie, nur wird das nicht genutzt, dank Morlok und seine Helfershelfer.
Plauen Mitte würde auch im Plauener Nahverkehr Sinn machen,wenn die 3 anderen Haltepunkte erhalten würden und die Straßenbahnkarte gilt. Dann könnte zum Beispiel ein Arbeiter von Neoplan vom Chrieschw.Hang mit der Straba nach Mitte und dann mit dem Zug zur Zellwolle fahren. Dort parken so viele Arbeiter,wenn nur 10% per Bahn dorthin fahren, würde sich der Zug schon rentieren.
Prinzipiell und theoretisch gebe ich Dir völlig recht, Jan. Aber für dieses Szenario eignet sich der Mensch im 21. Jahrhundert in Westeuropa nicht. Ich möchte den sehen, der zur Straba läuft, nach PL-Mitte fährt, dort in den Zug umsteigt... Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber bei uns im Haus holen welche das Auto aus der Garage für 100m zum Bäcker. Das würde wahrscheinlich nur funktionieren, wenn die Parkplätze in den Gewerbegebieten gebührenpflichtig wären. Denn für den Stadtverkehr scheinen Benzin und Diesel immer noch zu billig...
Wahrscheinlich, weil man es in den "großen" Städten nie anders gewohnt war. In den großen Städten ist dann sicher auch ein kostenloser Parkplatz ein Problem. Wer sich einmal in Richtung Auto umorientiert hat, ist ungleich schwerer zurückzuholen zu Bahn, Straba und Bus.