Zitat von Bw Adorf im Beitrag #2War da das Dreieck schon wieder komplett, oder ist das Gleis auf Bild 2 nur der alte Gleistummel?
Soweit ich das damals bei meinen Durchfahrten als Reisender beobachtet habe, wurde die Verbindungskurve Falkenstein-Plauen erst mit der Errichtung des ESTW wieder in Betrieb genommen. Die Zeit vorher gab es auch noch keine durchgehenden Züge auf dieser Strecke. Auf den obigen Bildern dürfte also nur der Stummel zu sehen sein.
Die Verbindungskurve lag schon, allerdings wurde sie nicht genutzt, und war mit Gleissperren gesichert. Ich kenne Erzählungen, von einer Sonderfahrt Ende der 80er oder Anfang der 90er, wo ein Sonderzug mit Dampflok das erste mal wieder die Kurve durchfuhr. (Stichwort "Rote Sau", für Eingeweihte ) Ich werd heut Abend mal im privaten Archiv stöbern. Ich müsste einen Gleisplan von Herrlasgrün aus den 90ern haben. Ich weiß allerdings jetzt nicht, in wie weit da schon an den Gleisanlagen rückgebaut wurde.
Ich habe im Archiv nur einen Teillageplan, der auf dem Bestand von 1985 basiert, aber man müsste alles erkennen.
Die Verbindungskurve Falkenstein-Plauen war da, allerdings durch Gleissperren gesichert. Damals noch vorhanden der Anschluss Hartsteinwerke, ein Kleinlokschuppen, sowie Gütergleise im Reichenbacher Bogen. Im "Dreieck" war noch eine richtige kleine Parkanlage vorhanden.
Hallo zusammen, während meiner Lehrzeit 1968-1970 gab es die Verbindungskurve in Herlasgrün schon. Sie war mit Gleissperren gesichert und konnte nur von Rangierfahrten benutzt werden. Sie wurde oft zum Drehen von Langschienen-, Schneeräum- und Kühlwageneinheiten genutzt, wenn diese für die Entladung verkehrt standen. Auch einzelne Güterwagen, Schneepflüge oder Lokomotiven wurden bei Bedarf gedreht. Das war relativ günstig, da die Drehfahrten ansonsten über das Bogendreieck bei Werdau als Zugfahrten eingelegt werden mussten. Dies war natürlich wesentlich aufwändiger. Allerdings benutzte in einer Nacht Anfang der Siebziger Jahre ein FDJ- Sonderzug von Plauen nach Klingenthal die Verbindungskurve (ebenfalls als Rangierfahrt), da der Zug sehr lang war und man das Risiko mit den betrunkenen Jugendlichen nicht eingehen wollte. Irgendwann wurde das Gleis lange Zeit zum Abstellen von neuen Schnellzugwagen genutzt, die nur über elektrische Heizung verfügten. Sie konnten noch nicht eingesetzt werden, da es noch Schnellzugumläufe gab, in denen noch Loks mit Dampfheizung zum Einsatz kamen. Als man die Wagen endlich abholte, mußte man feststellen, das die Zug- und Stoßeinrichtungen (vor allem die Puffer) durch das sehr lange Stehen in diesem engen Bogen beschädigt waren. Gruß Harald
Guten Abend,ich habe soeben mal Rücksprache mit nem Kollege aus Herlasgrün genommen und kann (darf ) folgendes zum Plan vom Philipp hinzufügen. Die genannte Parkanlage ist eine Kleingartenanlage für das Beamtenhaus gewesen wo auch der Vater meines Kollegen einen hatte. Auch gab es in Herlasgrün einen Bahnfeuerwehrschuppen(später von Bm genutzt) der im Plan mit M gezeichnet ist. Das Gebäude C ist das Wasserhaus gewesen und B war Gepäckabfertigung und die Post. Hoffe wir haben beide etwas weiterhelfen können. nochmals nach Herlasgrün
Gruß Dirk
Gruss aus DLFD
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danke für Eure Antworten. Ich habe mittlerweile auch noch mal in der einschlägigen Literatur geblättert. Die Verbindungskurve war sogar zweigleisig angelegt. Gleis 21 wurde bereits 1941 demontiert.
vermute mal, das die Gleissperre zur Sicherung der dort abgestellten Wagen, in meiner Erinnerung standen dort immer eine Vielzahl Bauzug-, Wohn-, Geräte- und Materialwagen abgestellt. Da die dortigen Abstellgleise im Gefälle lagen, welches sich über die Weichenstraße bis in die Hauptstrecke fortsetzt. Man wollte wohl verhindern, das die dort abgestellten Wagen in Reichenbach auftauchen.
die Bauform sah mir im ersten Moment etwas ungewohnt aus. Beim näheren Betrachten und nach einem Hinweis, ist es eine doppelte Gleissperre, klar. Diese Bauform war mir nicht so ganz präsent, ich hätte eine einfache Sperre weiter vorn, außerhalb der Weiche gesucht.
oah! na vielen Dank für die Bilder und für die Zusatzinfo. Hat jmnd noch bilder von der Laderampe/Anschl. Vogtl. Hartsteinwerke und dem Kleinlokschuppen????
I <3 290 ...und 360
"Man konnte früher zwischen Föhren und Kiefern Hirsche röhren hören doch Röhrentechnik ging verloren längst haben Hirsche Transistoren" H. Stengel
Nicht nur ein Lokschuppen, sondern einer zum durchfahren dazu! Ich kenne das Bild schon etwas länger, aber das fiel mir erst jetzt auf. Ob das rechte Gleis auch durchgängig war? Auf jeden Fall hoch interessant!
wegen den gleissperren,in herlasgrün haben stellwerker sogar den karlex aufs abstellgleis fahren lassen und gleisarbeiter schotterwagen bis auf die göltzschtalbrücke dem karlex entgegen.
Zitat von Speichenrad 63 im Beitrag #19wegen den gleissperren,in herlasgrün haben stellwerker sogar den karlex aufs abstellgleis fahren lassen und gleisarbeiter schotterwagen bis auf die göltzschtalbrücke dem karlex entgegen.
habe auch meine AK-Sammlung von Bahnhöfen des Vogtlandes durchsucht und diese AK des Bahnhofes Herlasgrün (im Jahr 1909 geschrieben) gefunden. Ist ein größerer Blickwinkel (beidseitig) über den Bahnhofsbereich. Am rechten Rand des oberen Bildes sieht man die noch heute vorhandene Straßenbegrenung mit Granitsäulen und Winkeleisengeländer. Da behaupte noch jemand, so etwas überdauert keine Generationen!