Hallo am vorletzten Tag 2017, am vergangenen Mittwoch kurz vor Dienstbeginn in Hof habe ich beim Trödelmarkt in der Vogtlandsporthalle Oelsnitz vorbeigeschaut. Es hat sich wirklich gelohnt, auch wenn's insbesondere die eine Foto-AK gewesen ist. Der Poststempel vom 13.3.1914, abgestempelt in Plauen und das herrliche Foto, aber halt mal wieder ohne nähere Angaben.
Der Güterzug wohl mit einer sächsischen Gattung IX HV oder IX V mit dem markanten Dampfsammelrohr auf dem Langkessel. Links vom 4. Wagen ist ein Signal zu erkennen. Also eine Blockstelle, wo ich auf Grobau getippt hatte. Allerdings ist von dem Bahnübergang nichts zu sehen, der zu diesem Zeitpunkt vor dem Einschnitt die Eisenbahn kreuzte. Auch der beginnende weitläufige Einschnitt passt wohl dort nicht so richtig?? Maschinen dieser Baureihe hatte das Bw Adorf zu jener Zeit im Bestand. Allerdings kann ich den auch relativ hohen Einschnitt mit der Blockstelle bei der PE nicht zuordnen. Vielleicht kommt ja jemand aus der verehrten Leseschaft auf eine andere passende Stelle. Ich wünsche für morgen allen hier einen "Guten Rutsch" hinüber nach 2018... vor allem weiterhin viel Glück und Gesundheit im Neuen Jahr. Mit Gruß Wolfgang.
Die Bahnlinie kann sich auch in Schlesien befinden . Nur weil der Käufer sich sehr mit dem Vogtland verbunden fühlt ,der Trödler im Vogtland war und der Poststempel von Plauen ist - fährt der Zug nicht auch in jedem Fall (!) durchs Vogtland ( möglich kann es aber sein ) . Eingrenzen kann man es , wenn man den Postkartenverlag kennt . Diese bevorzugten früher oft regionale Motive . Zum Beispiel Postkartenverlag Adam aus Dresden ab 1912 vorwiegend Motive aus der Sächsischen Schweiz - die gleich dort in der Nähe ist . Es gab aber auch damals schon überregionale Verlage (wenige) .
Also die Lok ist eine IX V, erkennbar an der relativ langen Rauchkammer.
Zum Signal:
Vergrößerung von Wolfgangs Bild:
Erkennbar an der 5-fachen roten Mastbemalung (bei obigen Bild unterstes rotes Feld hinter Wagen) ist dies meiner Meinung nach ein sächsisches Signal, wie es hier in Reichenbach/V oberer Bahnhof einst stand:
(Bildausschnitt)
Die Bayerischen Signale hatten nur vier rote Felder am Mast.
Im ersten Moment dachte ich auch an die PE und zwar unterhalb Bk Hengstberg, wo heute der BÜ ist, oberhalb Überleitstelle Raun...
Grobau, hier mit 132 478 die mit dem D465 am 24. November 1990 heran prasselt auf der Fahrt Richtung Plauen/Vogtland, ist es in der Tat nicht.
Vor Urzeiten versehentlich spiegelbildlich von der Platte abgezogen kann nicht sein? Am rechten Gleis liegen Schienen zur Auswechslung. Nicht das zur Entstehung des Bildes Falschfahrbetrieb herrschte...
Gruß, malo
Dees is faj niad schäj, sua koa dees niad waajder gäj!
Das Signal zeigt "Hp1", würde bei Gegengleisfahrt keinen Sinn machen und wenn, dann müsste am anderen Gleis theoretisch auch ein Blocksignal stehen! Ist also kein spiegelverkehrter Abzug...ich habs probiert ;)
das Foto ist an der PE entstanden, km 45,2 bis 45,4... Blickrichtung Block Hengstberg ca. einen Kilometer vor dem Brechpunkt. Das Bahnwärterhaus steht noch heute.
Naja ob der Lokpaul mit seiner Ortsbestimmung ganz recht hat,habe ich doch einige Zweifel. Vielleicht geht mal einer und schaut nach,wenn PE Linie ,dann doch eher von Raun raus ,Richtung Brambach .Nur das Signal ,könnte früher zum Hp Raun gehört haben. Leider kann ich meinen Schwiegervater nicht mehr fragen. Grüssle Gerhard
die Zweifel habe ich auch. Bei dem Postenhaus das von Lokpaul beschrieben wird, ist nie so ein tiefer Einschnitt als wie auf dem alten Bild. Bei Minute 2:20 ist es gut zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=SLUWGF2Ww3I
die Stelle die du beschreibst ist ca. bei Kilometer 43,8 und viel zu flach; der Lokpaul meint die Stelle mit dem Po weiter oben am Hang, Richtung Brambach. Auch die von Mirko genannte Stelle hinter dem Ort Raun, am Bü, ist zu flach.
Die genannte Stelle vom Lokpaul, mit Blickrichtung Bad Brambach, könnte von der Höhenlage der rechten Hanges, mit dem weit oben gelegenen Po-Haus, schon hinkommen. Die große freie Fläche rechts, müssten die Wiesen vor dem Gehöft an der Fraugrüner Straße sein. Ungefähr an der Stelle der Scheune müssten heute die Häuser stehen.
klar ist das vor Bad Brambach. Habe bloß die ganze Zeit gedacht, dass der Zug nach Eger fährt. Dabei fährt er Richtung Adorf, also nach Norden. Denn auf dem Bild ist Gegenlicht. Und von Bad Brambach geht es Richtung Raun auch bergan.
Genau. Das da der Wolfgang, an seiner Hausstrecke, nicht selber drauf kam !
Hier nochmal der Fotopunkt von der Stelle des Beitragseingangsbildes, nur etwas tiefer stehend unterhalb des Postens, Blickrichtung Raun mit den neuen Bü-Signalen.
Bin froh noch einmal nachgehakt zu haben im Bild ist der Zug eindeutig auf Bergfahrt und die Rampe beginnt schon in Schönberg bis auf über 600m zwischen Brambach und Raun ,wenn man bedenkt ,das seit dem Foto ca 100 Jahre vergangen sind ,kann sich die Landschaft ja sehr grundlegend verändert haben,bei dem Fichten- wald gleich hinter Raun kann die grosse Freifläche gewesen sein und wo könnte das Hp auf der Gegenrichtung sein bei Blockstellen stehen diese doch meist gegenüber. Also ist noch nicht eindeutig ob der Zug von P nach E oder von E nach P fuhr, Der Übergang gleich nach Brb könnte es auch gewesen sein dort steht aber kein Haus mehr.aber warum sollte da ein Signal gestanden sein ?Vielleicht kurz vor der Grenze um einen etwaigen Grezübertritt noch zu stoppen,schaut mal die Luftbilder vom Vermessungsamt Sachsen an dort ist an der Grenze schluss und und danach kommt die Strecke Richtung Hengstberg wieder raus aus Tschechien. Fragen über Fragen aber es reitzt schon den genauen Standort und die Begebenheiten zu erfahren. Leider bin ich zu weit weg um da mitzumischen ,mitunter liegen noch ein paar Ziegel rum wo man auf ein ehemaliges Bahnwärtehaus schliessen kann, Nun im Sommer werden wir schon Klarheit haben und sucht mal schön meine lieben Vogtländer es ist ein schönes Rätsel
Bei der von Bw Adorf genannten Stelle passt so ziemlich alles, auf dem ersten Blick. Der Rechtsbogen, der Einschnitt, das Postenhaus. In alten Messtischblättern ist auch die Wiese erkennbar, unterhalb des Wohnhaus Schimmel bei Frauengrün. Aber: Ihr habt auf die Dampfentwicklung hingewiesen. Die benannte Stelle bei km 45,1 PE liegt etwa 800 m nach dem Bk Hengstberg und damit hinter dem Brechpunkt. Gen Adorf geht es also bergab. Zweite Frage: Was macht das Signal an der Stelle? Wie erwähnt wäre je der Bk Hengstberg erst kurz davor gewesen, was an einer erneuten Blockstelle in Richtung Adorf zweifeln lässt. Die Üst Raun dürfte es nicht gegeben haben, wenn nur als Hp oder vielleicht Blockstelle. Die ist aber auch noch ca. 4 Bahnkilometer entfernt.
bin ganz Eurer Meinung. Die Stelle mit dem Bild vom Bw Adorf isis mit sicherheit nicht !!!!! Bin letztens paarmal selbst mit den Umleitern dort lang gefahren und vorher schon oft an diesem Postenhaus entlang gestiefelt. Wolfgangs "Kracher" ist von einem stark erhohtem Standpunkt aus aufgenommen. Diesen erhöhten Standpunkt gibt es dort nicht! Das Postenhaus liegt/steht dort am Einschnitt "ganz oben". Neben dem Postenhaus mit Blickrichung Brambach schließt sich ne kleine Waldwiese an welche vielleicht sogar noch minmal ansteigt bevor das Gelände fällt. Richtung Raun fällt das Gelände am Postenhaus stark ab was auch den Bahndamm vom Bw Adorfs Bild erklärt. In Fahrtrichtung Raun hat die Strecke dort ordentlich Gefälle, 1200t sind dort mächtig am schieben.
Sollte es tatsächlich die PE Linie sein würde ich eher auf Nähe Scheitelpunkt tippen. In Fahrtrichtung Raun gesehen schließt sich am "letzten" Brambacher BÜ (nicht der BÜ in Oberbrambach) eine ca 200m lange Gerade an mit anschließenden Linksbogen. Dann geht es kurz vorm Scheitelpunkt in einen Rechtsbogen mit folgenden Einschnitt. Dort stehen allerdings beidseitig vom Gleis ehemalige Bahnbauten (was jetzt überhaupt nicht zum "Kracherbild" passt). Der erhöhte Standpunkt vom Bild in Fahrtrichtung links würde aber passen. Vielleicht wurde in Fahrtrichtung rechts erst später gebaut........????
........Nähe Streckenscheitelpunkt isis ooch nich! (oder doch) Die "Immobilie" an vermuteter Stelle ist (heute) viel näher am Gleis als auf Wolfgangs Bild.
Allerdings könnte der "Posten" in Fahrtrichtung rechts von der Abdampfwolke verdeckt sein. Zu dem "Posten bzw Blockstelle" würde wiederum das Signal passen. Und an den "Bauten" bzw den Grundstücken kann es im laufe der Jahre zu vielen Änderungen gekommen sein.
Also ich vermute, dass wir die PE hier ausschließen können. Das Bild ist zwar schon sehr alt, aber so einen hohen Einschnitt gibt es an der PE nicht und ich glaube nicht, dass nach der Bildaufnahme noch irgendwo so viel abgetragen wurde. Mir ist im Hintergrund ein Haus/Gebäude mit einer doch recht markanten Form aufgefallen. Vielleicht bringt uns das der Lösung näher.
Wie verändert sich die Sichtweise wenn man auf einer erhöhten Position sitzt oder steht? Der Vordergrund ist unten und je weiter ein Objekt entfernt ist umso höher kommt es heraus. Könnts ja mal ausprobieren,so kann der erhöhte Standpunkt eine Ebene zur Wand machen,so vielleicht auch hier auf dem Bild ,und wenn denn so ist dann ist der Bogen rechts oben im Bild die Bahnstrecke von Sohl nach Raun und Raun ist in der Dampfwolke verschwunden und das Signal müsste zwischen dem Posten und Raun stehen der vermutlich gerade Weg müsste zum Raunergrund führen. Der Bockel könnte recht haben ,das der Hintergrund keine Wand ist nur hat man vermutlich schräg nach unten die Kamera gehalten und abgedrückt. War nur ein Versuch von mir um der Wirklichkeit etwas näher zu kommen. Grüsse aus Hersbruck Gerhard
Nee Gerhard...Wenns Raun wäre, müsste im Hintergrund auch bäuerliche Bebauung vor dem Gleise sein, ist es aber nicht. Wer weiß, vllt stand der Fotograf überhaupt nicht auf einer zusätzlichen Erhöhung. Vllt Ist das Bild aus der ostsächsischen Gebirgs-Ecke...
heute bin ich an besagter Stelle an der PE gewesen und kann diesen Standort ausschließen. Die Situation vor Ort ist auffällig ähnlich, jedoch passt der Hintergrund nicht und der Standpunkt des Fotografen war eindeutig höher. VX90 hat recht, man kann auf dem Bild im Hintergrund Bebauungen erkennen die teilweise in einem Tal liegen, auch ein Fabrikschornstein ist sichtbar. Vielleicht handelt es sich hier um ein Foto kurz vor einem Tunnel, das Hauptsignal könnte ein Indiz dafür sein.
Guten Abend Lokpaul ,was das Foto auch zeigt es wäre gut wenn wir es noch herausfinden ,denn dieses Kapitel ist bis jetzt über 6200 mal angeklickt worden und somit von sehr grossen Interresse unter den Freunden der Eisenbahn ,gleichzeitig ein herzliches Dankeschön für die Exkursion an die PE Strecke.Vielleicht kann uns Wolfgang noch ausser des Poststempels aus Plauen noch was über die Herkunft .Druckerei oder sonstwas auf dieser Karte herausfinden.Anschrift und Schreibweise vielleicht doch irgend wie die Nadel im Heuhaufen finden. Vorausgesetzt Wolfgang will es auch sonst können wir nur weiter im Trüben fischen. Die Grüsse gehen nach Zwicke der Kramerladen Gerhard.